Neue Festplatte Hitachi Travelstar 7K200 200GB + Umstieg auf Arch Linux
Mein Laptop war mir in den vergangenen Wochen immer viel zu langsam und träge, sodass ich mich auf die Suche nach einer neuen Fesplatte gemacht habe. Eigentlich sollte es erst eine SSD sein, die von OCZ klangen auch vielversprechend, aber mir ist das alles noch nicht ausgereift genug.
Also suchte ich nach der schnellsten Notebook-Festplatte und wurde bei der Hitachi Travelstar 7K200 200GB SATA fündig.
Der Test auf BareboneCenter.de sagte folgendes:
- "Die Performance kann im Falle der 200 GB Variante sogar als spitzenmäßig bezeichnet werden."
- "Sowohl die Lauf- als auch die Zugriffsgeräusche bleiben in einem erträglichen Rahmen."
Das sollte reichen. Vor einigen Tagen trudelte die Festplatte hier also ein und in mein T60 war sie innerhalb von 3 Minuten eingesetzt.
Nun wollte die Festplatte noch bestückt werden und da ich mit Ubuntu in letzter Zeit immer unzufriedener wurde, weils einfach zu langsam ist, urplötzlich Probleme auftraten und das System einen zunehmend mehr bevormundet, habe ich mich entschlossen, auf Arch Linux umzusteigen. Das System kommt verdammt schlicht daher und folgt ganz dem KISS (Keep it Simple and Stupid) Prinzip, auch die Dokumentation ist sehr umfangreich und selbst Einsteiger sollten mit ein wenig Geduld keine Schwierigkeiten haben, sich hineinzufinden.
Die ISO-Datei ließ sich problemlos auf meinen USB-Stick spielen und im Laptop booten. Das Grundsystem, welches nicht mehr als den Kernel und einigen notwendigen Tools enthält, war kurzerhand auch schon installiert und ich konnte mithilfe von pacman (Paketmanager von Arch Linux) die grafische Oberfläche GNOME, AMP, OO u.v.m. installieren (ich empfehle, sich vorher eine Liste der benötigten Pakete zu machen). Da die ganzen Pakete frisch aus dem Internet gezogen wurden, hat es ein wenig gedauert. Anschließend habe ich einfach die /home-Partition vom alten System übertragen und ich fand mich beim nächsten Reboot in meiner gewohnten Umgebung wieder.
Sehr gefallen hat mir die Konfiguration von Arch Linux. Viele grundlegende Einstellungen trifft man einfach in /etc/rc.conf und die gesamte Konfiguration der einzelnen Pakete wirkt einheitlicher und einfacher. Arch Linux setzt auf jeden Fall Linux-Grundkenntnisse voraus, aber diese lassen sich gut mit einem Einsteiger-System wie Ubuntu aufbauen. Wer gute Linux-Kenntnisse hat, dem empfehle ich auf jeden Fall zu einem solch schlanken System umzusteigen. Es ist einfach weniger frustrierend ;)
Auch die Syntax von pacman ist viel einleuchtender als die von apt, man ist viel schneller drin. Für Pakete, die kompiliert werden müssen, bringt Arch Linux das ABS – Arch Build System mit, mit dessen Hilfe man Pakete kompiliert und sie anschließend dem Paketmanager pacman übergibt. So ist im Gegensatz zu Ubuntu garantiert, dass Abhängigkeiten aufgelöst und ein Paket generiert wird und es sich auch sauber entfernen lässt.
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Dass die Festplatte schneller ist, ist definitiv spürbar. Einige Anwendungen starten subjektiv doppelt so schnell, die Installation war ziemlich schnell abgeschlossen und insgesamt läuft das System nicht ganz so träge. Ist auch kein Wunder, denn die Festplatte bringt ne ordentliche Lesegeschwindigkeit (Benchmark mit hdparm -tT):
/dev/sda:
Timing cached reads: 2294 MB in 2.00 seconds = 1147.99 MB/sec
Timing buffered disk reads: 192 MB in 3.00 seconds = 63.99 MB/sec
63.99 MB sind schon nett, meine vorherige Festplatte (Hitachi 120 GB 5400 rpm) kam lediglich auf knapp 40 MB. Das wäre also ein Geschwindigkeitszuwachs von rund 60%.